Marianna Charitonidou

Frau Dr. Marianna Charitonidou

Beziehung

Dozentin

Kontaktdaten


https://charitonidou.com
ORCID: 0000-0003-1083-4861

Adresse

ETH Zürich
Marianna Charitonidou
Geschichte u.Theorie d. Städtebaus
HIL  D 75.1
Stefano-Franscini-Platz 5
8093 Zürich
Schweiz

Organisatorische Zugehörigkeit Dozentin am Departement Architektur
http://www.arch.ethz.ch/
Forschungsgebiet

The Travelling Architect’s Eye: Photography and Automobile Vision (Postdoctoral Project)

Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, den Stellenwert der Fotografien zu untersuchen, die Architekten auf ihren Reisen mit dem Auto machen. Es basiert auf der Hypothese, dass der Blick aus dem Auto eine neue Erkenntnistheorie über die Stadtlandschaft und das Territorium im Allgemeinen etabliert hat. Die Fokussierung auf die von den untersuchten Architekten produzierten Ansichten aus dem Auto wird uns helfen, besser zu verstehen, wie dieser epistemologische Wandel das architektonische Denken und Handeln beeinflusst hat. Das Automobil hat seit seiner Erfindung unsere Vorstellungen vom Raum etabliert, indem es die Wahrnehmung der Stadt durch Architekten revolutioniert und wesentlich zur Transformation der Beziehung zwischen Architektur und Stadt beigetragen hat. Man darf die Bedeutung des Autos selbst nicht vergessen: Tatsächlich hat kein anderer Faktor die Stadt im zwanzigsten Jahrhundert so drastisch verändert wie die allgegenwärtige Präsenz des Automobils, die nicht nur die Art und Weise, wie man die Stadt betritt, sondern auch das Verhältnis der Stadt zu ihrem Territorium sehr stark beeinflusst hat. Im Mittelpunkt des Projekts steht die eingehende Auseinandersetzung mit den Fotografien der Architekten John Lautner (1911 - 1994), Alison und Peter Smithson (1928 - 1993 & 1923 - 2003) und Aldo Rossi (1931 - 1997), die zu einem breiteren Verständnis des Prozesses der Betrachtung und Fotografie von Szenen aus dem Auto und der Ausarbeitung einer "Momentaufnahme-Ästhetik" beitragen werden, um das zeitgenössische Stadtleben in seiner Alltäglichkeit und Banalität festzuhalten. Ein Punkt der Übereinstimmung zwischen dem Ansatz dieser Architekten ist die Aufmerksamkeit, die sie der Rolle des Automobilverkehrs bei der Neuausrichtung der Wahrnehmung von Stadtlandschaften und -gebieten gewidmet haben. Dieses Projekt basiert auf der Überzeugung, dass eine Entwicklung von Taxonomien der Fotografien dieser Architekten, z.B. nach Szenografie, es ermöglichen würde, Muster in ihrer Annäherung an das Stadtdesign sowie in ihren Vorstellungen vom städtischen Gefüge zu erkennen. Parallel dazu wollen wir verstehen, wie sie die Elemente der Landschaften, die ihre Aufmerksamkeit erregten, kategorisierten.

Curriculum Vitae

Nachdem Marianna Charitonidou (geb. 1986 in Athen) für ihr Studium im Masterstudiengang der École Nationale Supérieure d'Architecture Paris-Malaquais ein Erasmus-Stipendium erhalten hatte, erwarb sie einen Master in Architectural Engineering an der Aristoteles-Universität Thessaloniki (2010), Master in Sustainable Environmental Design an der Architectural Association in London (2011), MPhil in Geschichte und Theorie der Architektur (Inter-Departmental Postgraduate Program "Design - Space - Culture") an der School of Architecture der National Technical University of Athens (2013). Derzeit ist sie Postdoc-Stipendiatin am Lehrstuhl für Geschichte und Theorie des Städtebaus Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) ETH Zürich, wo sie an ihrem Projekt "The Travelling Architect's Eye" arbeitet: Photography and the Automobile Vision" unter der Leitung von Professor Tom Avermaete. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, den Status der Fotografien zu untersuchen, die Architekten auf ihren Reisen mit dem Auto machen. Es basiert auf der Hypothese, dass der Blick aus dem Auto eine neue Erkenntnistheorie über die Stadtlandschaft und das Territorium im Allgemeinen etabliert hat. Die Fokussierung auf die Ansichten aus dem Auto von John Lautner, Alison und Peter Smithson und Aldo Rossi kann uns helfen, besser zu verstehen, wie dieser epistemologische Wandel das architektonische Denken und Handeln beeinflusst hat. Sie hat an verschiedenen Schulen in Europa unterrichtet, vor allem in Paris und Griechenland. Sie war Lehrbeauftragte für Geschichte und Theorie der Architektur an der School of Architecture der University of Ioannina, der School of Architecture der National Technical University of Athens, der École Nationale Supérieure d'Architecture Paris-Malaquais, der École Nationale Supérieure d'Architecture Paris-la-Villette und der École Nationale Supérieure d'Architecture de Versailles. Außerdem leitet sie ein Postdoc-Projekt mit dem Titel “The Fictional Addressee of Architecture as a Device for Exploring Post-colonial Culture: The Transformations of the Helleno-centric Approaches" an der School of Architecture der National Technical University of Athens und ein Postdoc-Projekt mit dem Titel "Constantinos A. Doxiadis and Adriano Olivetti's Post-war Reconstruction Agendas in Greece and Italy: Centralising and Decentralising Political Apparatus” am Institut für Kunsttheorie und -geschichte der Athener Schule für Bildende Kunst. 

Im September 2018 erhielt sie von der Nationalen Technischen Universität Athen den Doktorgrad all'unanimità. Ihre Dissertation zum Thema "The Relationship between Interpretation and Elaboration of Architectural Form: Investigating the Mutations of Architecture's Scope", die sie derzeit zu einem Buch herausgibt, untersuchte die Mutationen der Repräsentationsmodi in der zeitgenössischen Architektur in Bezug auf die Transformation des Status des Adressaten der Architektur. Sie war Gastwissenschaftlerin an der GSAPP der Columbia University (eingeladen von Bernard Tschumi, 2016-2017) und der École française de Rome (2017-2018) und wohnhaft am Canadian Centre for Architecture (CCA) (Doctoral Students Grant Program 2018) und erhielt ein Getty Research Grant (2019). Sie hat ihre Forschungen auf vielen internationalen Konferenzen vorgestellt und mehrere Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Sammelbänden mit Schwerpunkt Architekturtheorie und -geschichte veröffentlicht. Unter ihren Veröffentlichungen: L'AUA entre le Team 10 et le postmodernisme', in Une architecture de l'engagement: l'AUA 1960-1985 (Hrsg. Jean-Louis Cohen, Vanessa Grossman, La Découverte/Cité de l'architecture et du patrimoine, 2015), 'Réinventer the posture historique : les debats théoriques à propos de la comparaison et de transferts', in Espaces et Sociétés 2016/4 (Nr. 167), 'Archive of Architecture Museums: The Effects of Digitisation", in OASE 99, " Between Urban Renewal and Nuova Dimensione: The 68 Effects vis-à-vis the Real", in Histories of Postwar Architecture 2 (2018), "Le récit autobiographique d'Aldo Rossi: Introspection ou rétrospection?", in L'Homme & la Société 2018/3 (Nr. 208), ‘Music as a Reservoir of Thought’s Materialization: Between ‘Metastasis’ and ‘Modulor’,’ in Aberrant Nuptials: Deleuze and Artistic Research 2 (eds. Paulo de Assis, Paolo Giudici, Leuven University Press, 2019) and ‘The Immediacy of Urban Reality in Postwar Italy: Between Neorealism and Tendenza’s Instrumentalization of Ugliness’ in Architecture and Ugliness: Anti-Aesthetics and the Ugly in Postmodern Architecture (eds. Wouter Van Acker, Thomas Mical, Bloomsbury Press, 2020). 

Curriculum VitaeDownload
Mitgliederschaft
Von: -
Bis: -
Ehrungen
Februar 2021
Recipient of Bruno Zevi Prize
13. Juli 2020
Honourable mention by the Fondazione Zevi for my essay “Simultaneously Space and Event: Bernard Tschumi’s Conception of Architecture”
2020
Collection Research Grant, Getty Research Institute, Los Angeles, CA
2016
Collection Research Grant, Académie Française
Publikationen inResearch Collection – Publikationsplattform der ETH Zürich
Wissensportal der ETH-Bibliothek